
Ein elegantes Pferd mit grazil ausschreitenden Hufen bahnt sich auf einer riesigen semi-transparenten Leinwand den Weg: Aus der temporären Opernspielstätte im Staatenhaus in Köln zieht es stolz hinaus in die Herbstnacht. Wie anders das mythologische trojanische Pferd, grob und ungeschlacht gezimmert, das mit waffenklirrenden Kämpfern im Bauch den Untergang Trojas einläutet. Für das Ungetüm reißen die Trojaner Mauern ein und ziehen mit eigenen Kräften das Danaergeschenk in die Festung ihrer zehn Jahre lang uneinnehmbaren Stadt.