CHRISTUS AM ÖLBERGE und EIN BRIEF – zwei Stücke im Fokus der Opernmatinee

Was für ein Privileg, einen hoch angesehenen zeitgenössischen Komponisten mit einer Legende des Tanztheaters gemeinsam auf dem Podium zu erleben! Als nächstes Highlight im Rahmen von BTHVN2020 steht Ludwig van Beethovens Oratorium Christus am Ölberge auf dem Programm – durch die Choreografin und Regisseurin Reinhild Hoffmann dramaturgisch, szenisch und tänzerisch verschränkt mit der Uraufführung von Ein Brief, ein Auftragswerk, das der Komponist Manfred Trojahn für die Oper Bonn zum Beethovenjahr beisteuert.

MusiKi – Förderverein für den Kinder- und Jugendchor der Oper Bonn

Ganz in Gelb strahlt die Homepage des Bonner Vereins MusiKi. Darin stecken Lebensfreude und Engagement mit Herz. Beides kommt dem Kinder- und Jugendchor der Oper zugute, der bei seinen Auftritten auf der Opernbühne und in den eigenen Produktionen auf die Unterstützung des Fördervereins vertrauen kann. Klar, steckt ja im Namen und in der erklärten Absicht des Vereins: Musik für Kinder mit Kindern gestalten und in die breite Öffentlichkeit zu tragen, auch weit über die Oper hinaus.

Emma Sventelius – Portrait of a Mezzo-Soprano

Die deutsche Version finden Sie weiter unten.

What do Wolfgang Amadeus Mozart, one of the greatest composers of all times, Emma Sventelius, the new mezzo-soprano at the Bonn opera, and my insignificant self have in common? We all love music – at genius or professional level and me just in humble admiration. Moreover, the three of us share our birthday on 27 January, consequently under the sign of the Zodiac of Aquarius. If there is any truth at all in the qualities attributed to the Aquarians, I find myself sitting opposite a fine example of the species. Emma comes across as an extremely open-minded and friendly, outspoken, extrovert and very dedicated opera-singer referring to herself as a “stage monkey”.

LAND DES LÄCHELNS – ein Fest der schönen Stimmen

Great minds think alike – zwei Seelen, ein Gedanke. Die Oper Köln und die Semperoper Dresden führen als Silvestergala 2019 Franz Lehárs Land des Lächelns konzertant auf. Reiner Zufall oder der kluge Gedanke, dass die Champagnerlaune zum Ausklang des Jahres durchaus einen Schuss Herzschmerz und Seelenpein verträgt? Vieles in dieser diametral angelegten Szenerie der Wiener Walzerseligkeit kurz vor dem 1. Weltkrieg und der grausamen Machowelt im Reich der Mitte mag einen nachdenklich stimmen. Kann die Liebe meilenweite kulturelle Unterschiede überwinden? Wie resigniert gehen Menschen aus so einem gescheiterten Versuch? Wie fühlen sich Menschen in einem anderen Land, fern der Heimat? 

FIDELIO – Volker Lösch inszeniert Beethoven in Bonn

Beginnen wir mit Goethe. „Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles. Ach wir Armen!“  1808 veröffentlichte Goethe der Tragödie ersten Teil des Faust, drei Jahre zuvor war Beethovens einzige Oper Fidelio uraufgeführt worden. War der Altmeister aus Weimar noch ganz im Ständewesen der Exzellenzen verhaftet, zeichnete sich Beethoven als glühender Verehrer der französischen Revolution aus.

HAMLET in der Oper Köln

Sanfte Geigentöne wiegen ihn in den Tod, das Cello im Solo mit der Oboe dazu im Dialog. So stirbt d e r tragische Held der Weltliteratur in Brett Deans Hamlet. Bis zum Finale allerdings fesselt eine hochdramatische musikalische Version dieses Weltkulturerbes als Oper das Publikum im Kölner Staatenhaus. Inspiriert von einem Bilderzyklus seiner Frau Heather Betts zu Shakespeares komplexem Drama schuf der Komponist ein Werk, das seinen Platz im modernen Opernrepertoire erobern wird. Weil es in der kongenialen Kooperation mit dem Librettisten Matthew Jocelyn eine Kraft entwickelt, deren Sog das Publikum in das Stück förmlich hineinzieht.