Lada Bočková- ein junger Stern am Bonner Opernhimmel

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Tears are welling up in her beautiful big brown eyes when she recalls the finale of the latest premiere at the Bonn opera. The entire ensemble calling her unisono al cielo, alle stelle. Her future place will be in heaven, with the stars. Lada Bočková made her debut with the title role in the baroque opera La Calisto by Francesco Cavalli. She was deeply moved by that moment and still finds it difficult to believe how favoured she was by the stars to be performing in this almost lost opera.

Heute Abend: Lola Blau

Ein-Frau-Musical nannte Georg Kreisler seine musikalische Revue. Scheinwerfer an und volles Licht auf die Frau, die diesen Solo-Abend auf der kleinen Bühne des Kölner Staatenhauses präsentiert. Die fantastische Katrin Wundsam entfaltet alle Facetten ihres Mezzosoprans, ihrer Bühnenpräsenz und Schauspielkunst, begleitet nur von Klavier und Akkordeon. Was genau macht Heute Abend: Lola Blau so empfehlenswert?

Die Zauberflöte – zwischen tiefem Ernst und heiterem Spaß

28 Meter lang erstreckt sich der ebenerdige Graben im Kölner Staatenhaus. Ein absolutes Novum, um Platz zu schaffen für ein volles Mozart-Orchester, und selbstverständlich den C-Zeiten und den Abstandsregeln geschuldet. Der Dirigent Christoph Gedschold deutlich erhöht und in vollem Scheinwerferlicht, damit auch die Hornisten in der letzten Reihe aus der Distanz von 14 Metern den Einsätzen des Maestro folgen können. Was an Mozarts letzter Oper fasziniert in einer solchen Weise, dass gute drei Stunden Maskenpflicht eine leichte Übung bedeuten?

Calisto – zu den Sternen

Als blau glänzender Saphir erstrahlt Calisto samt ihrem Sohn am Firmament – die Sternbilder Großer und Kleiner Bär sind geboren. Aber wer ruft eine mädchenhafte Waldnymphe aus dem Gefolge der Diana in den Himmelssitz der Unsterblichen? Der Wille des Schicksals, das in mythischen Zeiten die Götter entschieden. Wie der ewig liebeshungrige Jupiter, seine stets eifer- und rachsüchtige Gattin Juno sowie die Jagdgöttin Diana und der Hirtengott Pan mit dem Schicksal der Sterblichen verfahren, davon erzählt die Barockoper La Calisto von Francesco Cavalli an der Oper Bonn.

Staatstheater – 50 Jahre danach

Kein Skandal, nirgends. Als 1971 Mauricio Kagels Staatstheater zum ersten Mal auf dem Spielplan stand, gab es Bombendrohungen und Polizeischutz. Gesellschaftlich und politisch stellte die junge Generation alle Institutionen der bottbiederen Nachkriegsrepublik infrage. Und Kagel sezierte die Oper. Altehrwürdig das Repertoire, dominant die Maestri im Graben, „zeitgenössisch“ die Regie, „stiefstaats“ gewandet das Publikum. Da war die Anti-Oper nahezu fällig. Was von Kagels revolutionären Ideen ist in Bonn knapp 50 Jahre später zu erleben?

Shakespeare unkaputtbar – Sämtliche Werke leicht gekürzt

Den ersten Lacher räumt jeder ab, der nur den Titel dieses heiteren Theaterabends ausspricht: Shakespeares sämtliche Werke (leicht gekürzt). Am besten wirkt es, wenn vor der mitgesprochenen Klammer eine Kunstpause steht. Klar, auch ohne Anglistikstudium dämmert jedem sofort, dass das Mammutwerk des Barden aus Stratford bereits in jedem einzelnen der insgesamt 37 Dramen eine riesige Herausforderung birgt. Also auf in den Parforceritt der galoppierenden Werkschau!

Lektüre für Liebhaber

Es lebe das Klischee! Da scheint eine wehrhaft-beleibte Walküre aus der Zeit und dem Reich der Mythen und Sagen ihren umfänglichen Sopran erklingen zu lassen. Oder halt, beabsichtigt sie, den Überlandbus an der Haltestelle Oortkatenufer im südhamburgischen Marschland Ochsenwerder zum Anhalten zu bringen? Wir müssen passen, denn grau wie der wolkenverhangene Himmel ist auch hier die Theorie. Was aber den seriösen Klett-Cotta Verlag mit dem geflügelten Greif dazu bewogen hat, ein so kluges, unterhaltsames, ausgezeichnet geschriebenes Buch zur deutschen Opernlandschaft mit diesem Cover und dem Walküre in Detmold herauszubringen? Hier wird die Provinz der Lächerlichkeit preisgegeben. Satire? Die stattliche Brüllhilde?

Was ist das Theater dem Publikum schuldig?

Sicherheit! In den Zeiten, in denen Theater, Oper und Tanz zwischen depressivem Absturz  und verhalten realistischem Optimismus oszillieren, hat die Sicherheit für das Publikum und die Mitarbeitenden top Priorität. Was das konkret für alle Sparten der städtischen Bühnen bedeutet, erläuterten GMD Dirk Kaftan, Intendant des Schauspiels Jens Groß, Generalintendant Dr. Bernhard Helmich und die Kuratorin von „Quatsch keine Oper!“ Rita Baus.

BRuCH – neue Musik in der Kunst-Station Sankt Peter in Köln

In asketischer Gotik empfängt die Kirche der Jesuiten Sankt Peter Köln ihre Gäste. Minimalismus in jeder Hinsicht. Keine Kirchenbänke, 20200516_125243kein Schmuck, keine Seitenaltäre zur Anbetung der Heiligen. Im hillije Kölle eine Ausnahme! Zwischen Volkshochschule, Rautenstrauch-Joest-Museum und der Stadtbibliothek Köln, also in einem abgezirkelten Kulturdreieck, reichen zehn Schritte, um gut 500 Jahre in der Zeit zurückzugehen. Und das lohnt sich.