Aris Argiris und Lupe Larzabal – ein Künstlerpaar in Bonn

Weltoffen und wahrhaft kosmopolitisch gestaltet dieses Paar die gemeinsame Lebensreise. Kein Wunder, nennt Aris doch Piräus, den Hafen von Athen, seine Heimat und Lupe stammt als echte porteña  vom Rio de la Plata in Buenos Aires. 2007 haben sie einander kennen- und liebengelernt, bei den Proben für La Bohème in der Oper Bonn. Als „Beziehungssprache“ pflegen sie seither Englisch, sind aber gleichzeitig in Griechisch, Italienisch, Spanisch und natürlich Deutsch perfekt.

Raus aus der Oper!

Verwundert reibt sich die verehrte Leserschaft die Augen. Was soll das jetzt wieder? Matilda in der Oper rät zur Abstinenz? Zum Reißaus? Ja und nein. Den vermeintlichen Widerspruch löse ich gleich auf. In den nächsten Wochen freuen wir uns auf so zauberhafte Musikabende, dass ich diesmal eine Lanze für drei Konzerte brechen: Allein die Namen der Akteure bürgen für deren Qualität. Denn seien wir ehrlich: Wem nützt eine Besprechung, wenn das Konzert nicht – wie eine Oper – für die ganze Spielzeit auf dem Plan steht?

La Gioconda von Amilcare Ponchielli

Benvenuto a Venezia! Strahlende Schönheit und dunkle Gassen, stolze Weltmacht mit morbiden Abgründen, Schauplatz für die Filmkaiserin Sissi mit ihrem Franzl genauso wie für trauertragende Gondeln. Und eben auch für die Oper La Gioconda, die auf dem Markusplatz, der Giudecca, einer unbewohnten Insel und auf einem Schiff in der Lagune spielt. Die Uraufführung erlebte der Komponist Amilcare Ponchielli am Teatro alla Scala 1876 in Mailand.

Marx in London – Another Day of Follies

Weltpremiere! So ein Ereignis feiert die Oper Bonn nicht alle Tage. Sie ließ Karl Marx  wiederauferstehen und setzte dem Übervater des Kommunismus ein musikalisches Denkmal. Ja, vieles drehte sich um das Kapital, sowohl im Plot als auch in Marx‘ großer Arie zur Mitte der Tragikomödie in zwei Akten. Heiteres wechselte sich mit Schwerem ab, die Fallhöhe der Ikone bot reichlich Raum für Menschliches, allzu Menschliches.