Written on Skin – Oper Köln goes digital

Liebe, Sex, Macht, Eifersucht, Mord und ein Todessprung aus dem Fenster – Written on Skin bietet den wohlbekannten Stoff und die Leidenschaften einer dramatischen Oper, wie sie auch im 19. Jahrhundert hätte entstehen können. Aber rund um einen spannenden und stark verdichteten Plot gestalten der zeitgenössische Komponist George Benjamin und sein kongenialer Librettist Martin Crimp ein ungeheuer vielschichtiges Bühnenwerk. Genau zweieinhalb Jahre lang zog sich Benjamin in vollständige Klausur zurück, bevor Written on Skin 2012 beim Festival d’Aix-en-Provence seine Premiere feierte.

FAUST – ein musikalisches Traumspiel

Einzigartig an deutschen Theatern! Der Kinder- und Jugendchor des Theater Bonn bringt jährlich eine eigene Produktion auf die große Bühne der Oper Bonn. Johann Wolfgang von Goethe liefert den Stoff für das musikalische Traumspiel: das Drama um den Universalgelehrten Faust, der – obwohl selbst Theologe – einen Pakt mit dem Teufel schließt. 60 Jahre lang hat Goethe den Faust immer wieder bearbeitet und heraus kam ein Stück, das die Geistesgeschichte der Zeit und die innere Zerrissenheit des Protagonisten abbildet. Wie fließt das in eine Art operale Neukomposition, ins musikalische Traumspiel ein?

Lada Bočková- ein junger Stern am Bonner Opernhimmel

Für die deutsche Version scrollen Sie bitte nach unten. For the German version please scroll down.

Tears are welling up in her beautiful big brown eyes when she recalls the finale of the latest premiere at the Bonn opera. The entire ensemble calling her unisono al cielo, alle stelle. Her future place will be in heaven, with the stars. Lada Bočková made her debut with the title role in the baroque opera La Calisto by Francesco Cavalli. She was deeply moved by that moment and still finds it difficult to believe how favoured she was by the stars to be performing in this almost lost opera.

Heute Abend: Lola Blau

Ein-Frau-Musical nannte Georg Kreisler seine musikalische Revue. Scheinwerfer an und volles Licht auf die Frau, die diesen Solo-Abend auf der kleinen Bühne des Kölner Staatenhauses präsentiert. Die fantastische Katrin Wundsam entfaltet alle Facetten ihres Mezzosoprans, ihrer Bühnenpräsenz und Schauspielkunst, begleitet nur von Klavier und Akkordeon. Was genau macht Heute Abend: Lola Blau so empfehlenswert?

Die Zauberflöte – zwischen tiefem Ernst und heiterem Spaß

28 Meter lang erstreckt sich der ebenerdige Graben im Kölner Staatenhaus. Ein absolutes Novum, um Platz zu schaffen für ein volles Mozart-Orchester, und selbstverständlich den C-Zeiten und den Abstandsregeln geschuldet. Der Dirigent Christoph Gedschold deutlich erhöht und in vollem Scheinwerferlicht, damit auch die Hornisten in der letzten Reihe aus der Distanz von 14 Metern den Einsätzen des Maestro folgen können. Was an Mozarts letzter Oper fasziniert in einer solchen Weise, dass gute drei Stunden Maskenpflicht eine leichte Übung bedeuten?

Calisto – zu den Sternen

Als blau glänzender Saphir erstrahlt Calisto samt ihrem Sohn am Firmament – die Sternbilder Großer und Kleiner Bär sind geboren. Aber wer ruft eine mädchenhafte Waldnymphe aus dem Gefolge der Diana in den Himmelssitz der Unsterblichen? Der Wille des Schicksals, das in mythischen Zeiten die Götter entschieden. Wie der ewig liebeshungrige Jupiter, seine stets eifer- und rachsüchtige Gattin Juno sowie die Jagdgöttin Diana und der Hirtengott Pan mit dem Schicksal der Sterblichen verfahren, davon erzählt die Barockoper La Calisto von Francesco Cavalli an der Oper Bonn.

Staatstheater – 50 Jahre danach

Kein Skandal, nirgends. Als 1971 Mauricio Kagels Staatstheater zum ersten Mal auf dem Spielplan stand, gab es Bombendrohungen und Polizeischutz. Gesellschaftlich und politisch stellte die junge Generation alle Institutionen der bottbiederen Nachkriegsrepublik infrage. Und Kagel sezierte die Oper. Altehrwürdig das Repertoire, dominant die Maestri im Graben, „zeitgenössisch“ die Regie, „stiefstaats“ gewandet das Publikum. Da war die Anti-Oper nahezu fällig. Was von Kagels revolutionären Ideen ist in Bonn knapp 50 Jahre später zu erleben?

Shakespeare unkaputtbar – Sämtliche Werke leicht gekürzt

Den ersten Lacher räumt jeder ab, der nur den Titel dieses heiteren Theaterabends ausspricht: Shakespeares sämtliche Werke (leicht gekürzt). Am besten wirkt es, wenn vor der mitgesprochenen Klammer eine Kunstpause steht. Klar, auch ohne Anglistikstudium dämmert jedem sofort, dass das Mammutwerk des Barden aus Stratford bereits in jedem einzelnen der insgesamt 37 Dramen eine riesige Herausforderung birgt. Also auf in den Parforceritt der galoppierenden Werkschau!