Mit Gianni Schicchi und dem Tappert ins Neue Jahr

Das Opernjahr in Bonn beginnt mit einer (semi-)konzertanten Aufführung von zwei Opern aus Puccinis Il Trittico. In diesem Triptychon hat er drei  Einakter-Opern in hermetisch geschlossener Form komponiert. Gianni Schicchi und Il Tabarro (ohne die dritte im Bunde, Suor Angelica) eröffneten das Opernjahr 2018 in Bonn.  Jacques Lacombe dirigierte das Beethoven Orchester.

Die Eroica im Spiegel

Da reflektieren zwei exponierte Personen aus Musik, Ästhetik und Philosophie die Sinfonie Nr. 3, Es-Dur, op. 55, Sinfonia Eroica von Ludwig van Beethoven. Peter Sloterdijk, der wohl bekannteste und gleichzeitig umstrittenste deutschsprachige Philosoph der Gegenwart, und Dirk Kaftan, seit einigen Monaten Generalmusikdirektor in Bonn und Dirigent des Beethovenorchesters, präsentieren die zweite Ausgabe von „Im Spiegel“ in der Oper Bonn. 

Gruselige Geisterritter und ein glückliches Ende

 

Es wuselt im Foyer der Oper Bonn. Mehr als die Hälfte der Premierengäste zu der Familienoper „Geisterritter“ nach dem Roman von Cornelia Funke war so zwischen sechs und sechszehn. Viele begleitet von den Eltern oder den Großeltern, dazwischen vereinzelt Opernfreunde, die einfach Lust auf diese Weltpremiere und Uraufführung verspürten. Der Komponist James Reynolds war sichtlich angespannt, als er durch’s Treppenhaus huschte. Ob das Werk funktioniert? 

Kaftan – mehr als ein Kleidungsstück

Seit Beginn der Spielzeit 2017/18 hat Bonn einen neuen GMD (Generalmusikdirektor) an Bord. Dirk Kaftan machte sich in der Oper mit der furiosen Musik von Penthesilea (Othmar Schoeck) vom Auftakt an – also im wahrsten Sinne des Wortes – einen Namen. Und ihr, liebe und hochverehrte Leserschaft (haben wir uns eigentlich schon mal über das Duzen oder Siezen geeinigt?) wisst ja bereits, dass ich eine Vorliebe für das sprichwörtliche „nomen est omen“ habe und für mich Namen eben keineswegs „Schall und Rauch“ sind.