Kultur auf der grünen Wiese? Oder gar auf dem grünen Hügel? Klassische Musik auf dem Land? Ja, machen wir einen Ausflug in eine wunderbare Landschaft! Nach Glyndebourne führt uns die Reise nicht, auch nicht in die Schleswig-Holstein Scheune oder nach Bayreuth. Fahren wir ins Bergische Land, genauer ins Kunsthaus Seelscheid, gerade mal 30 km von Bonn entfernt.
Mit Gianni Schicchi und dem Tappert ins Neue Jahr
Das Opernjahr in Bonn beginnt mit einer (semi-)konzertanten Aufführung von zwei Opern aus Puccinis Il Trittico. In diesem Triptychon hat er drei Einakter-Opern in hermetisch geschlossener Form komponiert. Gianni Schicchi und Il Tabarro (ohne die dritte im Bunde, Suor Angelica) eröffneten das Opernjahr 2018 in Bonn. Jacques Lacombe dirigierte das Beethoven Orchester.
Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist.
Klingt wie das Mantra der sich-selbst-therapierenden Grübelgesellschaft? Loslassen, um Neues anzupacken? Mitnichten! Es sind die ersten Zeilen des unsterblichen Evergreens aus Johann Strauss‘ (Sohn) Operette Die Fledermaus. Heute also ein Ausflug ins leichte Fach, in die Oper Köln ins Staatenhaus.
Mit Dirk Kaftan in statt auf der „Bühne“
Jede Minute zählt. Pünktlich hole ich Dirk Kaftan, Generalmusikdirektor am Theater Bonn und Dirigent des Beethoven Orchesters Bonn, am Bühneneingang der Oper ab. Strammen Schrittes überqueren wir die Straße und lassen uns im Restaurant nieder. Früher das Opéra, heute die Bühne. Passt!
Frohe Weihnachten
Die Nacht vor dem heiligen Abend
Die Nacht vor dem heiligen Abend,
da liegen die Kinder im Traum.
Sie träumen von schönen Sachen
und von dem Weihnachtsbaum.
(…)
Robert Reinick
1805-1852
Die Eroica im Spiegel
Da reflektieren zwei exponierte Personen aus Musik, Ästhetik und Philosophie die Sinfonie Nr. 3, Es-Dur, op. 55, Sinfonia Eroica von Ludwig van Beethoven. Peter Sloterdijk, der wohl bekannteste und gleichzeitig umstrittenste deutschsprachige Philosoph der Gegenwart, und Dirk Kaftan, seit einigen Monaten Generalmusikdirektor in Bonn und Dirigent des Beethovenorchesters, präsentieren die zweite Ausgabe von „Im Spiegel“ in der Oper Bonn.
Mit Mozart und Schostakowitsch in die Oper
Weihnachten ohne Jauchzet, frohlocket? Möglich, aber sinnlos, würde Loriot konstatieren. Also vergesst „Last Christmas“ und stimmt euch mit „the real thing“ auf Weihnachten ein. Dann macht das Fest auch wieder Freude!
Jauchzet, frohlocket
Ein singender Advent stand zwei Wochen vor Heiligabend in der Oper Bonn am späten Vormittag auf dem Programm. Der Clou dabei: Groß und Klein im Publikum waren zum Mitsingen aufgerufen. Das hätte noch ein bisschen kräftiger ausfallen könne, aber wir üben noch.
Gruselige Geisterritter und ein glückliches Ende
Es wuselt im Foyer der Oper Bonn. Mehr als die Hälfte der Premierengäste zu der Familienoper „Geisterritter“ nach dem Roman von Cornelia Funke war so zwischen sechs und sechszehn. Viele begleitet von den Eltern oder den Großeltern, dazwischen vereinzelt Opernfreunde, die einfach Lust auf diese Weltpremiere und Uraufführung verspürten. Der Komponist James Reynolds war sichtlich angespannt, als er durch’s Treppenhaus huschte. Ob das Werk funktioniert?
Kaftan – mehr als ein Kleidungsstück
Seit Beginn der Spielzeit 2017/18 hat Bonn einen neuen GMD (Generalmusikdirektor) an Bord. Dirk Kaftan machte sich in der Oper mit der furiosen Musik von Penthesilea (Othmar Schoeck) vom Auftakt an – also im wahrsten Sinne des Wortes – einen Namen. Und ihr, liebe und hochverehrte Leserschaft (haben wir uns eigentlich schon mal über das Duzen oder Siezen geeinigt?) wisst ja bereits, dass ich eine Vorliebe für das sprichwörtliche „nomen est omen“ habe und für mich Namen eben keineswegs „Schall und Rauch“ sind.