Nie sollst du mich befragen … Allen Opernfans klingeln sogleich das Leitmotiv und die Schicksalsfrage aus Wagners Lohengrin im Ohr.
Ähnlich wie die verunsicherte Elsa und doch ganz anders frage ich meinen Gesprächspartner nach seinem Namen. Wie kommt ein Mann, Anfang der 60er Jahre in der Nähe von Heilbronn geboren und aufgewachsen, an einen niederländisch-englisch anmutenden Namen? Ganz einfach – in einer Laune seiner studentischen Künstlergruppe, die im „Brimborium“ tagte und feierte, erfand eine Kommilitonin diese doch leicht exotische Kombination. Flugs warf er den bürgerlichen Namen (Helmut? Günter? Hans-Peter?) über Bord und blieb für immer bei diesem neuen Nomen. Ob er auch Omen ist? Als „Herrscher des Hauses“, wie das Namenslexikon verrät?
Bereits mit 15 Jahren half Hermann Dechant als Flötist bei den Wiener Philharmonikern aus, absolvierte eine große Karriere als Soloflötist bei den Bamberger Sinfonikern, studierte außer Musikwissenschaft auch Kunstgeschichte, wurde Professor für Dirigieren und Orchesterleitung, gründete einen eigenen Musikverlag und rief – gemeinsam mit seiner Frau Margit Haider-Dechant – das Joseph-Woelfl-Haus in Bonn-Lessenich ins Leben. Mit den Gästen der Opernfreunde Bonn beleuchtete er den Rosenkavalier als einmaligen Fall der Operngeschichte. Warum?
How to overcome stage fright? Go out into the street and busk. Sing a traditional Irish tune like „Oh Danny Boy“ or Schubert’s „Ave Maria“. Passers-by will get as close to you as no stage performance would ever allow. Alone with your tin box for the coins you experience praise and approval up close as well as ignorance and disdain. This is almost the opening line in Louise’s first interview and her approach to life on stage. She experienced busking herself and you can tell she enjoyed it. I feel extremely privileged that Bonn’s highly praised lyric soprano grants me two hours of her precious time in the middle of rehearsing for her debut as Sophie in Richard Strauss‘ Der Rosenkavalier.