La traviata in der Staatsoper Unter den Linden

Vom rechten Wege abgekommen und doch ein Leuchtturm in moralischer Größe und menschlicher Würde – so inszeniert der legendäre Dieter Dorn Verdis La Traviata an der Staatsoper in Berlin. Die aufsehenerregende Premiere war bereits im Dezember 2015 noch im Schillertheater am anderen Ende der Stadt zu hören und zu sehen. Damals mit Generalmusikdirektor Daniel Barenboim am Pult.

Die Hochzeit des Figaro – und Eros pfeift auf die Moral

Los geht es wie immer … mit der Ouvertüre. Sie hat nichts mit irgendeiner Nummer in der ganzen Oper zu tun. Ihr Alleinstellungsmerkmal? Auf jeden Fall sprüht sie vor musikalischer Lebensfreude, kommt tänzerisch und unbeschwert daher, erfreut sich großer Beliebtheit als kleine Zugabe, als Solostückchen grandioser Mozart’scher Kompositionskunst.  

Der Figaro – so aktuell wie nie

Ein Gemeinplatz unter Theater- und Filmleuten: Gegen Kinder und Tiere kannst du nicht anspielen. Welch ein Irrtum, wie sich heute bei der Matinee zu „Die Hochzeit des Figaro“ zeigte. Pancho, der etwas hüftlahme, aber spürsichere Hund als  Begleiter von Opernregisseur Aron Stiehl, ließ sich auf und über die Bühne tragen, entschwebte aber gleich nach dem Schlussapplaus zielsicher zum Buffet im Restaurant. Eine feine Hundenase eben.

Mit Gianni Schicchi und dem Tappert ins Neue Jahr

Das Opernjahr in Bonn beginnt mit einer (semi-)konzertanten Aufführung von zwei Opern aus Puccinis Il Trittico. In diesem Triptychon hat er drei  Einakter-Opern in hermetisch geschlossener Form komponiert. Gianni Schicchi und Il Tabarro (ohne die dritte im Bunde, Suor Angelica) eröffneten das Opernjahr 2018 in Bonn.  Jacques Lacombe dirigierte das Beethoven Orchester.

Die Eroica im Spiegel

Da reflektieren zwei exponierte Personen aus Musik, Ästhetik und Philosophie die Sinfonie Nr. 3, Es-Dur, op. 55, Sinfonia Eroica von Ludwig van Beethoven. Peter Sloterdijk, der wohl bekannteste und gleichzeitig umstrittenste deutschsprachige Philosoph der Gegenwart, und Dirk Kaftan, seit einigen Monaten Generalmusikdirektor in Bonn und Dirigent des Beethovenorchesters, präsentieren die zweite Ausgabe von „Im Spiegel“ in der Oper Bonn.