Eugen Onegin – Das verpasste Glück

Idomeneo – Das Trauma des antiken Kriegshelden

FLIGHT – Stillstand am Airport

MOSES UND ARON – Ein Opernereignis

DIE LUSTIGE WITWE – Her mit den Milliarden!

DER LIEBESTRANK als Strandparty auf der Kölner Opernbühne

Rigoletto – Bonn buht und jubelt

The Strangers – Eine Zeitreise

Die Frau ohne Schatten – ein seltener Genuss

DER SINGENDE TEUFEL – das Gespenst mit den weißen Zähnen

Für Spezialisten und das breite Publikum sei diese Oper geschaffen – so Franz Schreker im Disput mit seinem Verlagshaus Universal Edition, das sich strikt weigerte, die Partitur der Oper Der singende Teufel zu drucken. Die Uraufführung am 10. Dezember 1928 an der Staatsoper Berlin hatte die Kritik nämlich gründlich verrissen und so Schrekers vorletztem Bühnenwerk ein schnelles Aus beschert. Nun, nach fast 100 Jahren, bringt das Theater Bonn die Originalfassung – ohne Striche – im Rahmen der Reihe Fokus|’33| auf die Bühne. In der Tat mischten sich im Parkett und auf den Rängen eine ungewohnte Melange aus Premierenpublikum, Musikjournalisten und internationalen Experten. In den dreieinhalb Tagen vor der Wiederbelebung des Stücks diskutierten Forschende der Musikwissenschaft und -geschichte im Symposion DIS|KONTINUITÄTEN die Entwicklung der Oper zwischen und nach den Weltkriegen. Als Höhepunkt und Abschluss der Tagung erlebten sie die Premiere mit. Alle Anwesenden aber saßen im selben Boot: Niemand hatte die Oper nach der förmlich massakrierten Inszenierung von 1989 in Bielefeld so je live gesehen und gehört.