Blogger’s Delight – Was der Bloggerin Herz erfreut

Wie das einsame Rufen in den Wald – so fühlt es sich manchmal an, einen Blog zu schreiben. Nach Vorbereitung, Künstler- und Werkstattgesprächen steigt die Spannung bis zur Premiere der Oper. Dann spielt sich auf der Bühne, im Graben, mit Licht und Bühnentechnik drei Stunden lebendiges Musiktheater ab. Applaus, manchmal Buh, Begeisterung, oft auch Jubel und dann … Seit fast zwei Jahren kaum eine Premierenfeier, dann also mit tausend Eindrücken, aber ohne Austausch, nach Hause.

Am Schreibtisch wartet der Laptop, der Bildschirm jungfräulich und still. Den Abend Revue passieren lassen und die eigenen Eindrücke formulieren. Und zwar so, wie Marcel Reich-Ranicki allen Epigonen wie mir ins Autorenheft diktiert hat: „Ich werde für das Publikum schreiben, und ich werde so schreiben, dass alle verstehen, was ich meine.“ Meine Blogposts entstehen, indem ich Details der Produktion, die historisch-situative Einbettung, ein wenig Komponistenbiografie und vor allem die performance von Sängerinnen und Sängern sowie dem Orchester und seinem Maestro miteinander verwebe.

Dann fragt das Programm nach, ob ich es mit der Veröffentlichung auch wirklich ernst meine. Ja, ich will. And … it’s out there. Ich entlasse den Text mit den Fotos in das digitale Universum und weiß nicht, wer den Artikel nun lesen wird. Das werde ich auch nie erfahren. Aber das Programm WordPress hält eine Statistik bereit, die über die Anzahl der Besucher, der Aufrufe und über die Herkunftsländer Auskunft gibt. Das Ergebnis für das Jahr 2021 war verblüffend: Es hat mich gleichermaßen erstaunt wie erfreut, ach was entzückt.

Tataaa! Hier sind die Ergebnisse. Exakt 15.000 mal haben Interessenten für das angebliche Nischenthema OPER die Website aufgerufen, mehr als 1.200 pro Monat. Fast 10.800 Besucher waren auf der Seite liveinderoper.com, die exakt 29 (mit dem heutigen dann rund 30) Beiträge gelesen haben. Tolle Zahlen, wenn man bedenkt, dass genau ein halbes Jahr lang in 2021 keine Vorstellungen stattfanden. Die Lücken in der live Berichterstattung aus der Oper habe ich mit Buchrezensionen zu Musikthemen geschlossen. Auch daran fanden im Schnitt 200 Leserinnen und Lesern Interesse.

Wer waren nun die Spitzenreiter? Agrippina (nur im Video-Stream zu erleben) verzeichnete sagenhafte 1.357 Aufrufe, dicht gefolgt vom aktuellen Don Carlo mit 1.270. Auf dem zweiten Platz Die Vögel mit 694, dann Arabella mit 631 Aufrufen. Nahezu gleichauf Die Tote Stadt und L’amour de loin so um die 600 Meldungen in der Statistik. Beachtlich aber auch, dass die Neuigkeiten zur Spielzeit 2021/22 am Theater Bonn „Wenn schon, dann richtig“ genau 596 mal das Interesse der Leserschaft weckte. In 67 Ländern auf der ganzen Welt – von Argentinien bis Zypern, von China bis Kanada, von Bahrein bis Brasilien – hat liveinderoper.com Freunde. Zumindest haben die Leserinnen und Leser dort ihre IP angemeldet.

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist mechthild_12-21_operkoeln.jpg.

Was ist ganz gut gelungen? Die potenzielle Leserschaft, also die Opernliebhaber, direkt anzusprechen, sie bei ihrem Interesse abzuholen und bei Leselaune zu halten. Die Zahlen des zur Neige gehenden Jahres sprechen für sich und vor allem für euch, liebe Leserinnen und Leser. Ihr seid ein tolles Publikum! Bleibt bitte so neugierig! Mit eurem Feedback – click, like oder Kommentar – macht ihr mir eine große Freude und ermutigt mich, auch im Jahr 2022 weiter live aus der Oper zu berichten als eure Matilda.

Auf Wiedersehen und Wiederlesen!
Alles Gute für ein freies, fröhliches, musikalisches neues Jahr!

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