Festival Pro Beethoven

Ein Jugendstil-Juwel bietet die Kulisse für den Auftakt des 15. Rolandseck-Festivals. Dort, im Kursaal Bad Honnef, stellten die Macher und Kooperationspartner dieses mittlerweile traditionsreichen Klassikformats die Philosophie und das Programm der Konzertreihe vom 21. bis 23. August 2020 vor.

Bürgermeister Otto Neuhoff war sichtlich stolz darauf, den frisch renovierten Konzertsaal im Kurhaus 20200814_113446kostenlos für das Eröffnungskonzert des Rolandseck-Festivals zur Verfügung zu stellen. Was macht schon der Rhein als Grenze zwischen dem angestammten Veranstaltungsort im Bahnhof Rolandseck? Was die Ländergrenzen zwischen Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen? Gar nichts! Schließlich gehe es darum, den Saal in seiner exzeptionellen Ästhetik mit der Musik internationaler Künstler zu würdigen. Das Konzert werde dem lange aufgestauten Kulturhunger der Menschen Rechnung tragen. Deutschlandfunk Kultur zeichnet das Konzert auf und strahlt es im September aus. So werde auch einem deutlich größeren Kreis die Attraktivität der Spielstätte nähergebracht. *

Torsten Schreiber, der künstlerische Leiter der Johannes-Wasmuth-Gesellschaft e.V., die dieses Highlight der Konzertkultur im „kleineren“ Rahmen alljährlich organisiert, 20200814_105520erläuterte die neuen Wege des Festivals. Der Verein habe sich eine neue Bleibe suchen müssen und das habe das neue Kreativität freigesetzt. Außer im Honnefer Kursaal finden die Konzerte in der  Kleinen Beethovenhalle in Muffendorf, auf dem Dampfer MS-Beethoven und auf der Wiese vor dem Hotel Rheingold-Bellevue statt. Schöne Aussichten in der Tat!

Schwer zu übersehen – im Beethovenjahr steht der Jubilar im Mittelpunkt. Die Titel der vier Konzerte: Ode an die Kunst I und II, Ode an die Natur, Ode an das Leben. Selbstredend seien das allesamt Hinweise auf die Ode an die Freude. Denn so war Beethovens Leben: als genialer Tonkünstler, als ausgesprochener Naturliebhaber und als überzeugter Humanist. 

Andreas Loesch, 1. Vorsitzender der Johannes-Wasmuth-Gesellschaft, versprach, man werde die Besten der Besten auf den Bühnen erleben. Das Konzept umfasse eine Mischung aus renommierten Künstlern und hochbegabten Studierenden und Stipendiaten.** Ganz in der Wasmuth-Tradition, junge Menschen aus aller Welt hierher zu holen. Für die jungen Künstler sei das Wandeln auf Beethovens, Schumanns oder Liszts Spuren hier vor Ort emotional und künstlerisch äußerst beeindruckend.

In einem Videobeitrag erläuterte die Mihaela Martin als künstlerische Leiterin ihr Anliegen hinter dem kompakten Programm des Festivals Pro Beethoven. Ein großes Fest soll es werden nach den langen Zeiten der Stille und das Programm soll Brücken schlagen zwischen den Generationen (Alt und Jung oder Erfahrene und Neulinge musizieren gemeinsam), Komponisten (außer von Beethoven gibt es Stücke von Mozart, Brahms, Liszt, Schubert, Grieg sowie Fado-Musik), zwischen den einzelnen Interpreten und ganz besonders zwischen den Künstlerinnen und Künstlern und dem Publikum. 

Die zweite Vorsitzende der Johannes-Wasmuth-Gesellschaft, Susanne Gundelach,20200814_105914  berichtete von der großen Begeisterung, die die Menschen zum Ausdruck bringen, wenn sie Karten bestellen. Ihr Verein lebe vom ehrenamtlichen Engagement ebenso wie von Freunden, Sponsoren und Förderern. Sie dankte vor allem auch dem Kulturring Bad Honnef e.V., den Susanne Weubel vertrat. 

Ein reizvolles Konzept, ein außergewöhnliches Programm und die Frage „Wie klingt die Pastorale (6. Sinfonie Beethovens) transkribiert für ein Streichsextett? Auf dem Rheindampfer MS Beethoven werden wir es erleben und erlauschen.  

Alle Einzelheiten zum Programm und den Akteuren finden sich auf wasmuthgesellschaft.de. Karten bei Bonnticket und bei susanne@gundelach-bonn.de

* Das Konzert in der Kleinen Beethovenhalle am 22. August zeichnet der WDR auf; Ausstrahlung ebenfalls im September.

** Die Kronberg Academy, die Barenboim-Said Akademie und die Karajan-Akademie sind die weltberühmten Talentschmieden, aus denen die jungen Musikerinnen und Musiker hervorgehen.

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