Große, überschäumende Gefühle, Liebe und Leidenschaft, Verrat und Rache, Tod und Teufel, Tragik und Komik, Musik, die Herz und Seele berührt und in Aufruhr bringt, Künstlerinnen und Künstler, die all ihr Können ausbreiten, Höhen und Tiefen im wahrsten Sinne des Wortes - all das bedeutet mir die Oper. Je mehr ich Einblicke und Eindrücke gewinne, umso mehr wächst meine Leidenschaft für diese Kunstform.
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Xerxes – barocke Oper im Märchenland

Alle lieben Romilda. Die süße Zuckerpuppe hat ihr Herz an Arsamene, den Bruder des Königs Xerxes, verloren. Der Herrscher allerdings begehrt die hübsche Tochter seines Feldherrn Ariodat nun ebenfalls, nachdem die Raketenplatane seine Liebe nicht erwidert. Das liefe ja auf ein Duell der Platzhirsche hinaus, wenn da nicht Atalanta, Romildas Schwester, auch in Arsamene das…

Xerxes – una matinée divertente

Ombra mai fu … In den süßesten, zartesten Tönen besingt der despotische Kaiser Xerxes seine Liebe zu einer Platane.  Wie kann ein Militär, ein Diktator in Uniform, der seinem Bruder aus einer spontanen Laune heraus dessen große Liebe streitig macht, eine Platane so zu Herzen gehend musikalisch anbeten? Eine unterhaltsame und frisch-fröhliche Matinee in der…

Herrengewandmeister an der Oper Bonn – Gerd Kreuzer im Porträt

Schwarzbefrackt sitzen die Damen und Herren im Orchestergraben. Einheitlich und sehr dunkel gekleidet nehmen sie sich in der Oper optisch so weit wie möglich zurück. Das Publikum soll die Musiker akustisch erleben, nicht optisch. Ganz anders die visuelle Ausdruckskraft der Sängerinnen und Sänger auf der Bühne: Neben ihren Sangeskünsten wirken auch ihr Schauspiel und vor…

Der Kaiser von Atlantis oder die Tod-Verweigerung

Fünf Minuten erst, bevor der Dirigent den Taktstock hebt, öffnen sich die Türen der Werkstatt, der (ganz) kleinen Schwester im Windschatten der Oper direkt am Rhein. Die reduzierte Besetzung des Beethoven Orchesters wird – bis auf die glänzenden Instrumente – eins mit dem schwarzen Theaterraum. Aber zwei Drittel des wie im Amphitheater unten liegenden Spielraums…

Die Fledermaus

Wo die Oper Bonn mit sehr schwerem Stoff – Der Kaiser von Atlantis – zum Beginn der Spielzeit aufwartet, zeigt sich das Casinotheater Winterthur von der immerfrohen, heiteren Seite. Lest selbst, wie Die Fledermaus dort für alle Missgeschicke einer Nacht verantwortlich gemacht wird. Mein Blogger-Kollege Adrian aus der Schweiz war dort zur Premiere.  

Der Heldenbariton mit Humor – A Lunch Date mit Mark Morouse

Salzburg. Das Mozarteum. Ein Traum, den viele ehrgeizige junge Talente hegen. Hier begann Mark Morouse sein Studium der Bassposaune und schwenkte dann auf Gesang um. Sein Hochschullehrer Rudolf Knoll riet ihm dazu und schickte ihn gleich zu Beginn zum Vorsingen an der Bayerischen Staatsoper ins Nationaltheater München – mit genau zwei Arien im Repertoire.

An den Tasten jubelt meine Seele

Große Anerkennung heimste Julia Strelchenko im Premierenbericht zur Hochzeit des Figaro  ein für ihre „sehr gewitzte Hammerklavier-Begleitung“* der Rezitative.  Ein Lob der Sonderklasse!  Seit einem Jahr arbeitet sie als Studienleiterin und Pianistin am Theater Bonn.